Back from Aachen


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Zurück aus Aachen

Es war ein intensives Wochenende. Anstrengend aber produktiv und ganz viel Spaß gemacht hat es auch. Zwecks Vorbereitung von Aachen Horror, fuhr ich am Donnerstagabend nach Aachen, um dort an einem Workshop teilzunehmen und mir die Stadt etwas näher anzusehen.

Murphy’s Gesetz

Alles was schief gehen kann, geht schief. Das bekam ich nach einer stressigen Woche am Donnerstag zu spüren als ich nach Aachen aufbrechen wollte. Kleine Problemchen und Verzögerungen summierten sich auf, so dass ich später auf die Straße kam als ich ursprünglich wollte: Dann entschied sich mein sonst so treuer fahrbarer Untersatz zum ersten Mal seit zehn Jahren etwas ernster rumzuzicken, was sich in kurzen Stopps und langsamerer Durchschnittsgeschwindigkeit niederschlug. So war es schließlich kurz vor Mitternacht als ich endlich bei Gero eintraf, um den Schlüssel für mein Zimmer im Gästehaus der RWTH in Empfang zu nehmen.

Workshop

Der Freitag war einem Workshop an der RWTH gewidmet, bei dem ein gefühltes Dutzend Mitarbeiter, Kommilitonen und Interessierte teilnahmen. Ziel war es, Ideen für das Spielkonzept zu entwickeln, sowohl ich inhaltlicher Hinsicht als auch für Aufbau und Technik, etwa für das eigentliche Interface der Geräte mit denen das Spiel erst erfahrbar werden wird.

Teilnehmer des Aachen Horror Workshops bei der Arbeit

Fleissige Workshop Teilnehmer

Dabei oblag es mir, den Teilnehmern eine kurze Einführung in die grundlegende Idee zu geben, also “worum es überhaupt geht.” Ich muss gestehen, ich war anfangs skeptisch ob es mir in der mir zugeteilten halben Stunde gelingen würde den Zuhörern einen ausreichenden Eindruck von Hintergrund und einer ersten Spielszene zu vermitteln. Glücklicherweise lief meine Präsentation wohl gut genug, so dass alle anschließend verstanden was wir bei Aachen Horror vorhaben. Interessanterweise funktionierte es sogar erstaunlich gut fast alle Überlegungen zu Spielkonzepten heraus zu lassen, um die Teilnehmer nicht zu sehr in eine Richtung zu drängen. So konnten neue Ideen entstehen aber es war auch interessant und beruhigend zu sehen, dass viele von ihnen ähnliche Ideen entwickelten wie wir auch schon. Ich sehe das als gutes Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Nach einem erfolgreichen Workshop, ließen wir den Tag bei einem Cider ausklingen, und Gero und ich nutzten die Chance zu einem ordentlichen geek out.

Recherchen in Aachen

Der Samstag und der halbe Sonntage boten ein nicht minder volles Programm: Eine Tour durch Aachen zwecks Inspirationsfindung und Erkundung potentieller Schauplätze.

Eines meiner persönlichen Highlights: Die vermutlich tollste Wohnung Aachens, ach was, Deutschlands, und der Granusturm. Auf die Wohnung werde ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen, zu groß wäre die Spoilergefahr.

Ebenso klasse war die Führung durch die normalerweise nicht zugänglichen Bereiche des historischen Aachener Rathauses, namentlich des Dachstuhls und des Granusturms. Der Granusturm ist der letzte erhaltenen Teil der Kaiserpfalz Karls des Großen, damit das älteste Gebäude Aachens und ist für gewöhnlich nicht öffentlich zugänglich. Das machte die Besichtigung des wirklich sehr archaisch-ursprünglichen Gemäuers zu einem besonderen Schmankerl.

Nützlich für das Spiel waren aber auch die weniger offensichtlichen Kleinigkeiten, die nicht dokumentiert oder so bekannt wie der Granusturm sind (ob wir diesen überhaupt im Spiel verwenden könnten ist keinesfalls sicher). Auch hier will ich nicht verraten, kann aber nur jedem raten Vorort-Recherchen zu betreiben. Reiseführer, Bilder und das Internet ersetzen nicht den persönlichen Eindruck und so mancher Ort mag aufgrund seiner Geschichte mysteriös und interessant klingen, sieht aber bei näherer Betrachtung wenig atmosphärisch aus. Dagegen kann man ganz unverhofft, auf die “kleinen”, kuriosen Orte stoßen, die zwar nicht bekannt sind aber sofort eine Idee für eine Geschichte liefern. Solche Orte sind ohnehin eine Art Hobby von mir und so war ich erfreut auch in Aachen welche zu entdecken.

Nicht vergessen werden sollen hier aber auch die vielen Gespräche und der Ideenaustausch zwischen Gero und mir zu Aachen Horror und über das Spiele-Hobby allgemein. Gerade bei einem Projekt, das ich nicht zur Deckung meines Lebensunterhalts betreibe ist es mir besonders wichtig, dass auch das Menschliche, die “Chemie”, stimmt.

Insgesamt also ein anstrengendes aber auch ergiebiges Wochenende!

One thought on “Back from Aachen

  1. Hi Carsten,

    endlich auch mal ein Kommentar von mir, was? Urlaub ist vorbei und ich hab nunmehr mal den Kopf und ne freie Minute dazu gefunden. Danke für die gute Workshop-Zusammenfassung. Ich fand das ebenfalls SEHR produktiv, auch für unsere zur Zeit eher auf die Hintergrundtechnik fixierte Gruppe von Leuten kam ja viel dabei raus.
    Besonders freue ich mich, dass die für mich sehr ungewohnte Rolle als Stadtführer trotz absoluter Unerfahrenheit auf dem Gebiet (Geschichte war nie meine Stärke) scheinbar gut ankam bei dir🙂. Ok, kein Kunststück, wenn man mit einem sonst nicht zugänglichen Gemäuer aus dem 8. Jahrhundert angeben kann, aber trotzdem. Davor hatte ich ehrlich gesagt vor dem Wochenende am meisten Bammel, aber zum Glück hast du mich nichts gefragt, was Daten oder so direkt anging, hehe.

    Vielleicht können wir ja so ein Meeting im verlauf des Projektes noch einmal wiederholen oder ich und mein Chef schauen zumindest mal bei deinem Arbeitgeber vorbei, das war ja auch ne Idee.

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